Erdhaftig – Silke Bicker | Kommunikation: Naturwissen & PR

Lampenfieber? – 11 probate Tipps zur Beruhigung

Fortbildung Gruppe groß (3)Lampenfieber kennen alle, die etwas präsentieren müssen – ganz egal, ob sie das erste Mal ihren lange ausgefeilten Elevator Pitch vor echtem Publikum aufsagen, neue Auftraggeber zum Kennenlernen treffen oder ein wichtiges Telefonat führen wollen. Lampenfieber ist wichtig, denn es setzt den Körper in einen sehr wachen Zustand. Quasi in Alarmbereitschaft und genauso fühlt es sich auch an: Kloß im Hals, schnellere Atmung, Schweißausbruch, kieksende Stimme beim Sprechen, anfangen zu plappern, das Gefühl nichts mehr von dem jetzt so Wesentlichen zu wissen, und so weiter. Es ist bei jedem anders. Und alles davon ist normal.

Ich habe 11 Tipps, die Sie ganz leicht kurz vor Ihrem Auftritt durchführen können:

11 Tipps

Gehen Sie gut mit sich selbst um. Vor allem, wenn man weiß, das man zu Lampenfieber neigt, lässt sich einiges im Voraus arrangieren. Dazu gehört, einen zeitlichen Puffer einzuplanen und die Gegebenheiten für sich selbst zu optimieren. Nehmen Sie sich etwa eine Viertelstunde Zeit vor Ihrem Auftritt (Gespräch, Prüfung, Vortrag…) für sich, um erholende Maßnahmen einzuleiten. Alle Übungen wärmen die Stimmbänder auf, entspannen den Körper und wecken den Verstand:

  1. Auf den Zehen wippen, so dass die Fersen den Boden nicht berühren.
  2. Sich auf die Zehen stellen und langsam die Füße bis zu den Fersen abrollen und etwas weiter ohne nach hinten überzukippen. Das Ganze rückwärts: von den Fersen bis zu den Zehen… Etwa 3 x in jeder Richtung wiederholen.
  3. Leise Melodien summen und die Töne dabei ab und zu variieren.
  4. Sich gerade hinstellen, vornüber beugen bis die Fingerspitzen die Füße berühren. Einige Sekunden lang „sich hängen lassen“. Dann richten Sie sich Wirbel für Wirbel ganz langsam auf.
  5. Wenn Sie vorher und währenddessen etwas trinken, dann vermeiden Sie bitte alle heißen oder kalten Getränke und auch welche, die Milch oder Kohlensäure enthalten. Lauwarmer Früchte-/Kräutertee oder lauwarmes Wasser ist besser für die Stimme geeignet, sonst fangen Sie gegebenenfalls an zu kieksen. Kohlensäure „spricht“ während des Sprechens mit Ihnen.
  6. Wenn Ihnen bei Gesprächen etwas zu Trinken angeboten wird, fragen Sie nach „leisem Wasser“.
  7. Falls Sie einen Vortrag halten oder telefonieren müssen, stellen Sie sich vorher ein Glas stilles Wasser bereit. Dann können Sie ihre trockene Kehle ab und zu befeuchten. Räuspern greift die Stimmbänder an und schlucken beruhigt die Nerven.
  8. Gehen Sie rechtzeitig vor dem Auftritt auf´s Klo und vergessen Sie nicht zu summen (s. Punkt 3) 😀
  9. Fast unmittelbar vor Ihrem Einsatz grinsen Sie, was Ihre Mundwinkel hergeben und stellen sich ein wunderbares Erlebnis vor, das Sie zum Lächeln bringt. So gehen Sie in Ihren Auftritt: strahlend und ziemlich gelassen.
  10. Und wenn die ersten Sätze stockend rauskommen? Dann teilen Sie den Zuhörern mit, dass Sie noch etwas Lampenfieber haben. Kein Mensch nimmt es Ihnen übel und viele werden Ihre Ehrlichkeit als erfrischend aufnehmen.
  11. Und wenn doch etwas schief gehen sollte? Dann lachen Sie und die Chose ist gelaufen!

Dieser Beitrag nimmt an der Blogparade gegen Lampenfieber und Prüfungsangst der LVQ teil.

Silke Bicker

Autor: Silke Bicker

Ich schreibe und lehre für Organisationen, die mit unterschiedlichen Medien Wissen über Natur kommunizieren. Darüber hinaus berate ich Dienstleister zu ihrem individuellen PR-Konzept und unterstütze sie dabei, dieses selbst gut umsetzen zu können.

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