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Umweltkommunikation bietet Spielbeine – Zeit für Eigensinniges

Als vielseitige Freiberuflerin fällt mir das Fokussieren auf nur ein oder zwei klare Ausrichtungen manchmal schwer. Darum findet ihr auf dieser Website nur die Angebote, die ich fest anbiete. Es sind Standbeine. Dennoch habe ich einige Spielbeine, die sich immer mal wieder verändern. Je nachdem, was wofür gerade nötig ist.

In den letzten Wochen entwickelte ich einige Projektideen, stets im Rahmen von Umweltkommunikation.  „Umwelt“ ist das, was uns umgibt. Dazu gehört Natur, Stadtgrün, Land, aber auch Historisches, Gegenwärtiges und Kultur.

Spielbeine für den Eigensinn

Ein solches Spielbein ist das Schreiben. Meistens drehen sich die Themen rund um Natur. Aber nicht immer. So verfasste ich in den letzten Jahren Geschichten. Meistens für pädagogische Zeitschriften, aber auch rein aus Freude am Geschichten schreiben. Mitmachgeschichten für Kinder, Lehrgeschichten für Teilnehmende meiner Workshops, Minigeschichten für social media. Oder weil es einen erlebten Aufhänger gab und sich die Geschichte in meinem Kopf einfach so entwickelte. So ist diese hier bei einem Einkauf flugs entstanden. Wahr sind nur das Zitat und die Teddy-Aktion:

„Er stand vor dem Regal mit den süßen Weihnachtskugeln. Aber vor allem guckte er die niedlichen, handgroßen Plüschteddys mit Nikolausmütze an. Sie standen zwischen Lindt-Kugeln verschiedener Geschmacksrichtungen. Eigentlich mochte er sie gerne. Vier Tüten und ein Teddy gratis. Nein, darauf fiel er nicht rein. Er nahm zwei Minitüten und sauste zum Gemüseregal, zur Milch und äh, nein, dahin nicht. An der Kasse stand er mit seinem Wagen vor uns. Acht Tütchen mit Lindtkugeln und, ja, ein Teddy. Der Kassierer guckte den Teddy an und den Käufer. Der grinste und nuschelte etwas, das verdächtig nach „jeder braucht wen zum kuscheln“ klang. Aber nein, einen zweiten brauchte er denn doch nicht. Meine dreiundsiebzigjährige Einkaufspartnerin murmelte „Ich brauch keinen Teddy, ich fall doch auf solche abartigen Verkaufsmethoden nicht rein“ und guckte lächelnd zu, wie der Plüschbär vom Fließband in eine Tasche wanderte. Nach oben, eingekeilt zwischen Karotten und Weihnachtsstern.“

Eigensinn entwickelt sich, wenn man ihn zulässt. Eigensinn ist wichtig, denn er kann vorgegebenen Richtungen etwas Lebendiges einhauchen. Ähnlich, wie bei der obigen Kürzestgeschichte. Ihr braucht nicht zu wissen, wo genau die Teddys wie offeriert wurden. Das Kopfkino läuft beim Lesen, vielleicht lächelt ihr sogar dabei. In dieser Geschichte bekommt ihr etwas von meiner Persönlichkeit mit. Auch, wenn wir uns noch nie wirklich begegnet sind, schätzt ihr mich über die Art zu schreiben ein.

Eigensinn & Projekte – zusammen unschlagbar für Solo-Selbstständige

Eigensinn nützt auch und gerade, wenn ihr als Selbstständige arbeitet. Er bewahrt eure Eigenheit ohne dass ihr euch verbiegen müsst. Im Gegensatz zu sturem Verhalten ist ein eigensinniges in der Regel aufgeschlossen für Kritik und Änderungen von außen. Man kann sich also anpassen als eigensinniger Mensch. Etwas, das sowohl bei eigenen als auch bei Kundenprojekten wichtig ist. Ob Texte, Verhalten euch selbst und anderen gegenüber, bei der Öffentlichkeitsarbeit, in Workshops oder Konferenzen: Eigensinn ist Teil der eigenen Persönlichkeit. Man kann ihn unterbuttern oder als positiven Verbündeten nutzen.

Gerade jetzt in der Pandemie ist es wichtig, schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Wenn einige oder alle bisherigen Angebote nicht oder nur schleppend laufen, dann besinnt euch bitte auf das, was ihr könnt. Und ihr könnt viel mehr als mancher eurer Kunden denkt und manchmal sogar mehr als ihr selbst wisst.

Frei von der Haltung, dass es entweder oder sein muss, entwickeln sich freie Ideen. Projekte bekommen mit eigensinnigen Ideen einen persönlichen Stempel aufgedrückt. Sie sind nicht mehr austauschbar. Das gilt übrigens auch für eure Öffentlichkeitsarbeit 😉

Dieser Beitrag nimmt an Maria Al-Manas Blogaktion „Eigensinnig schreiben“ teil. 

Danke an Maren Martschenko, dass ich dein Zitat als Screenshot nutzen darf!

Autor:

Mein Name ist Silke Bicker. Als Referentin für Umweltkommunikation berate ich zu Öffentlichkeitsarbeit (PR) und ökologischer Nachhaltigkeit. Dazu führe ich Workshops für Laien und Fachkräfte so durch, dass die Teilnehmenden sich trauen möglichst viel Inhalte später selbst umzusetzen.