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Nebel

Wir fuhren in Serpentinen den Berg hinauf. Erst durch Olivenhaine, später durchsetzten zunehmend Lavabrocken das Grün. Und in ziemlicher Höhe, gefühlt, fuhren wir auf einmal durch Esskastanienwälder. Der Gipfel, morgens noch klar zu erkennen, wenn auch weit entfernt, verhüllte sich nun in Wolken. So verschämt. Irgendwann umhüllten uns Nebelschwaden. Der Bus hielt an, keiner wusste, weshalb. Angekommen. Natürlich. Man sah: nichts. Beziehungsweise: Nebel. Keine Seilbahnstation, nur einige Buden und auch die nicht klar zu erkennen. Dabei standen wir nicht einmal zehn Meter von ihnen entfernt. Ein Telefonat mit den Vulkanführern ergab: auch das Hochfahren mit der Seilbahn würde nichts nutzen. Mamma Etna hüllte sich in Nebel. Zu gefährlich.

Wir wanderten ein wenig herum. Plötzlich verzogen sich einige Nebelschwaden. Die Crateri Silvestri zeigten sich. Nur kurz, unmittelbar vor uns. Ein Paar bat mich sie vor ihnen zu fotografieren. Als ich den Auslöser drückte, waren die Krater schon wieder hinter einem neuen Vorhang verschwunden. Diesen Ausflug hatten wir uns anders vorgestellt. Ich fand es trotzdem sehr anregend und erheiternd.

Autor:

Ich arbeite als Kommunikationsberaterin für Dienstleister. Ich gebe Workshops, halte Vorträge, berate zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. So, dass meine Kunden ihr PR-Konzept selbst umsetzen können. • • • Als Dipl.-Ing. Landschaftsentwicklung schreibe ich sachlich richtig und verständlich zu Umwelt, Nachhaltigkeit und Ökologie.