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Leseproben

Mit Leseproben ist es so eine Sache. Sie entsprechen selten dem für Ihr Projekt gewünschten Duktus. Daher erhalten Sie auf dieser Seite Einblicke. Ob meine Stile für Ihre Texte geeignet sind? Lassen Sie uns probeweise zusammenarbeiten und dann entscheiden. 

Grüne Leseproben erhalten Sie auf meiner Zweigstelle „NaturSicht“.

Auswahl Beiträge auf fremden Blogs

Auswahl für Magazine und Neue Osnabrücker Zeitung
Ich schreibe regelmäßig seit 2004 für verschiedene Fach- und Publikumszeitschriften Porträts, Berichte, Rezensionen, Interviews und Reportagen. Die Themen kommen meist aus den Bereichen Kommunikation, Naturerlebnispädagogik und stadtgrüner Hochwasserschutz.
Beim Lokaljournalismus fächern sich die Themen hingegen breit. Da kommt es auf eine gute Auffassungsgabe und Schreibe an:

Erdachte Kürzestgeschichte
Es goss in Strömen schon seit Tagen. Die Züge hielten im Bahnhof, fuhren nicht weiter. Denn die beiden Flüsse und ihre Vorfluter waren deutlich über ihre Ufer getreten. Immerhin hatte er es zu Fuß nicht weit nach Hause und war in seiner Stadt angekommen. Anders als die vielen anderen Reisenden, die hier strandeten. Am Ausgang sah er sie. Anders als in seiner Erinnerung, zwanzig Jahre später. Doch erkannt. Sie wohnte hundertfünfzig Kilometer entfernt in der nächsten Stadt. Das wusste er. Ging zu ihr hin, sprach sie an, strahlte unwillkürlich und merkte, dass sie zurück lachte, ihn fast auf Anhieb erkannte. Er fragte, ob sie auch gestrandet sei und lud sie zu sich ein. Zum sich wieder kennenlernen, seine Sandkastenfreundin und beste Freundin bis zur sechsten Klasse. Damals verliefen sich ihre Wege in unterschiedliche Richtungen. Was für ein tolles Wetter, das sie wieder zusammen führte!

Lebendig – Erlebtes
„Ein Lieferwagen steht direkt an einer Straßenecke im Halteverbot. Ein fescher Carabinieri guckt sich das an, geht auf den gegenüberliegenden Bürgersteig, guckt hoch und pustet kräftig in seine Trillerpfeife. Dann ruft er „Matthias!!!!!“. Am geöffneten Balkonfenster im ersten Stock wird es hektisch. Wenig später stürzt ein leicht bekleideter Mann aus dem Haus, wild gestikulierend fährt er den Wagen einige Meter vor und parkt ordnungsgemäß.“

Kürzestgeschichte mit minimalem Wahrheitsgehalt
„Er stand vor dem Regal mit den süßen Weihnachtskugeln. Aber vor allem guckte er die niedlichen, handgroßen Plüschteddys mit Nikolausmütze an. Sie standen zwischen Lindt-Kugeln verschiedener Geschmacksrichtungen. Eigentlich mochte er sie gerne. Vier Tüten und ein Teddy gratis. Nein, darauf fiel er nicht rein. Er nahm zwei Minitüten und sauste zum Gemüseregal, zur Milch und äh, nein, dahin nicht. An der Kasse stand er mit seinem Wagen vor uns. Acht Tütchen mit Lindtkugeln und, ja, ein Teddy. Der Kassierer guckte den Teddy an und den Käufer. Der grinste und nuschelte etwas, das verdächtig nach „jeder braucht wen zum kuscheln“ klang. Aber nein, einen zweiten brauchte er denn doch nicht. Meine dreiundsiebzigjährige Einkaufspartnerin murmelte „Ich brauch keinen Teddy, ich fall doch auf solche abartigen Verkaufsmethoden nicht rein“ und guckte lächelnd zu, wie der Plüschbär vom Fließband in eine Tasche wanderte. Nach oben, eingekeilt zwischen Karotten und Weihnachtsstern.“