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Gelegenheiten: Bahnfahrten

Manchmal packe ich abends meinen Rucksack und überlege, ob ich tatsächlich das „kleine Besteck“ des mobilen Journalismus mitnehmen soll. Und dann kommen Situationen, wie die im August letzten Jahres, an denen ich es brauchen kann: 

Zum Begreifen: eine wahre Story

„Abenteuer Bahnfahren, dieses Mal lernte ich jemanden kennen. Nein, nicht, was ihr jetzt denkt! Der Herr ist 88 Jahre alt, spricht noch mit herrlich niedlich klingender ostpreußischer Färbung, ist klar im Kopf und fit auf den Beinen. Wir kamen ins Gespräch auf der Fahrt von Dortmund nach Osnabrück. Sehr spannend, was er in seinem Unruhestand einmal im Monat betreibt. Und auch interessant, was er von früher noch so erinnert. Da ist die Sprache, die er noch so richtig beherrscht. Plus das Polnische, welches er nie so ganz einrosten ließ. Und das Interesse an seiner Umwelt. 
Es entwickelte sich die Idee zu einem Interview. Den Herrn gefragt, ob es ihm recht sei? Ja, war es. Einen guten Auftraggeber just angerufen und den Artikel genehmigt bekommen. Zeitlich kamen uns die Gleisarbeiten an der Strecke Hagen – Münster entgegen. Ein Hoch auf die Bahn! So endete unser Gespräch just vor Osnabrück. Die Kamera, das Mikrofon, das Stativ fürs Smartphone erwiesen sich als nützlicher als noch in der Früh gedacht.“

Sich bietende Gelegenheiten nutzen

Für mich war dieses Interview in den Schoß gefallener Zufall, der nur deshalb produktiv war, weil ich alles nötige dabei hatte: Telefonnummer eines passenden Auftraggebers mobil dabei, ein Foto mit meiner Spiegelreflexkamera schießen, eine Profi-App zum Aufnehmen des Interviews mit dem Smartphone, ein Stativ, womit ich das Aufnahmegerät ruhig halten konnte und gute Ansteckmikrofone. Daraus besteht ein Teil meiner Ausrüstung. Man weiß nie, was und wer einem begegnet. In diesem Fall sprang adhoc für mich ein gut bezahlter Auftrag bei einer Bahnfahrt heraus.

Würde ich zum Beispiel Reisen in die alte Heimat für ehemals Geflüchtete aus Ostpreußen sowie deren Nachkommen anbieten, dann wäre dieses Interview – geschnitten samt entferntem Umgebungsrauschen – eine hinreißende Story für einen Audiobeitrag im Blog oder einen Podcast gewesen. Sie könnte in einen Presse-Artikel eingebunden oder als Appetizer für eine Veranstaltung verwendet werden etc.

Es kommt immer darauf an, was man für sein Unternehmen benötigt. So ein Interview lässt sich mehrfach verwerten. Es kommt darauf an, dass man selbst oder Ihre Mitarbeiter auf Zack sind. Und die richtige Ausrüstung dabei haben, Knowhow.

Autor:

Als Kommunikationsberaterin unterstütze ich Dienstleister dabei ihre Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Damit Interessierte zu Kunden werden! Seit 2008 selbstständig tätig, findet ihr in meiner Artikelserie #10Jahre ultimative PR-Tipps :-)