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#SalonEuropa – Die Mischung machts!

Als Kind fand ich es witzig nach einem Auslandsaufenthalt die Münzen meiner Eltern zu sortieren und ihnen verschiedene Schälchen zuzuweisen. Fürs nächste Mal. Später musste ich selbst Wechselkurse für Gulden, Franc, Lira und Pfund berechnen. Einiges Kleingeld fliegt heute noch im Haus herum. Die Währungsreform sorgte zwar dafür, dass die älteste Währung nicht mehr benutzt wird. Aber sie erspart viel an Rechnerei, Zählerei und erleichtert die Zahlungsmodalitäten in Europa.

Offene Grenzen & Migration

Mal eben eine neue Ausstellung in Amsterdam besuchen? Eine Tagung im Ruhrgebiet rund um Hochwasserschutz zum Rhein mit Vertretern aus Frankreich, Niederlande und Deutschland komplett in englisch? Einen Auftrag in Strasbourg, London oder York durchführen? Ganz normal.

Früher wanderten Emsländer nach Holland ein, weil die kargen Sandböden große Familien schlecht ernährten. Heute migrieren holländische Familien ins Emsland, weil ihr Staat  teilweise recht drastische Maßnahmen durchsetzt, um das Land an den Klimawandel anzupassen. Studieren, arbeiten und leben im EU-Ausland weitgehend problemlos möglich.
Gibts eine Angst vor einwandernden Briten, die in der EU bleiben wollen? Anderes Volk, andere Kultur und ja, die Briten haben echt einige schräge Traditionen und Gewohnheiten. Dennoch werden sie nicht als Fremde wahrgenommen. Auszubildende aus Spanien im Emsland, meine Oma hätte den Kopf geschüttelt und etwas von verkehrter Welt gemurmelt. So wenig ich den Rechts-Ruck in Deutschland und anderswo begreifen kann, so sehr verstehe ich angesichts des Prinzips „Offene Grenze innerhalb der EU“ wie wunderbar die europäische Gemeinschaft bereits funktioniert. Ausland ist längst nicht gleich Ausland.

Höflichkeit & gutes Benehmen

Fast jedes Mal, wenn ich längere Zeit nicht in England oder Frankreich war, fällt es mir beim nächsten Besuch wieder auf. Die höflichen Formeln des gemeinschaftlichen Miteinanders. Welches über „bitte und danke“ weit hinausgeht. Und mich manchmal selbst an die Nase fassen muss, ein kleines Geschäft nicht maulfaul zu betreten sondern ein freundliches „Bonjour Monsieur“ zu rufen. Es sind die kleinen Dinge des Alltags, die sich durch ein klein wenig gutes Benehmen durch die Beachtung einfacher Höflichkeitsregeln viel angenehmer gestalten lassen.

Interessiertes & entspanntes Miteinander

Bei meinem letzten Urlaub in Südfrankreich schlenderten wir an einem Sonntagmittag die Gassen eines Dorfes entlang. Auf einmal überholte uns links ein Kinderwagen. Im Affenzahn schob ein junger Vater das Kind den Hügel rauf und feuerte sich selbst auf deutsch an „Uuuunnnnndddd jetzt überholt Peugeot Ferrari…“. Wir guckten uns verdutzt lachend an. Der Vater hörte unsere unausgesprochene Frage und kurvte zu uns zurück. Er interessierte sich, woher wir kamen. Wir wollten wissen, wo er her kam und wieso er so gut und überhaupt deutsch sprach. Er kam aus dem Dorf und ihn hat es der Liebe wegen nach Konstanz verschlagen.
Das ist ein Beispiel von vielen witzigen, entspannten Begegnungen.

Frieden

Ich kenne bislang nur Frieden in Europa und möchte, dass das so bleibt. Gene Roddenberry erdachte viele technische Geräte für seine Drehbücher, die es heute bereits so oder so ähnlich gibt. Auf den Dritten Weltkrieg, in dem wir die Erde in einem Atomkrieg fast zerstören, verzichte ich liebend gerne.

Museum Burg Posterstein lädt seit einigen Wochen zur Blogparade ein – was bedeutet Europa für Dich? Schluss ist am 23.10.2018!

Autor:

Als Kommunikationsberaterin unterstütze ich Dienstleister bei ihrer individuellen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Beratungsfelder sind Positionierung, PR-Konzept, Pressearbeit, social media, Strategie und Systematisierung. Als Dipl.-Ing. und Fachjournalistin mit NaturSicht. schreibe ich für meine Auftraggeber so, dass Laien kausale Zusammenhänge rund um Anpassungen an den Klimawandel in Städten, Boden, Hochwasserschutz und Pflanzenökologie begreifen.