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Mit Texten Bilder im Kopf erzeugen

Viele Autoren haben es drauf: das Geschichten erzählen. So, dass man die Situation vor dem inneren Auge miterlebt. Mein Beispiel wäre durchaus für jemanden, der einen Reiterhof führt, geeignet:

Leider keine Kamera dabei gehabt: Wir haben heute Mittag einige Pferde von Weide A auf Weide B nebenan gebracht. Das Pferd vom Opa des Hofes traute dem Braten nicht und wollte nicht durchs Gatter gehen – wie alle anderen. Allerdings graste es am anderen Ende von uns und seinen neugierigeren Genossen. Der Apfelschimmel kriegte eventuell gar nicht mit, was wir vorhatten. 
Als die anderen drüben waren, versuchten wir ihn zu locken. Er stand, guckte, die Ohren spielten. Er lief auf und ab, dachte wohl, wir wollten ihn zur Arbeit holen 😉 Der Wallach taxierte den Zaun, nahm Anlaf und sprang in einem wunderschönen Satz darüber. Na, Hauptsache, er ist jetzt auf der neuen Weide. Auf die alte kommen übrigens Rinder zur Nachweide.“ (Gepostet bei Facebook im Sommer 2016)

Wer eine gute Geschichte erzählt, der benötigt kein Foto mehr. Die nötigen Bilder entstehen im Kopf der Leser und Zuhörer. Je nachdem, was Sie zu erzählen haben – verpacken Sie es so, dass man sich die Inhalte, um die es Ihnen geht, plastisch vorstellen kann.

Einfacher Einstieg

Können Sie gute Geschichten erzählen – also mündlich, am Lagerfeuer oder sich etwas Nettes für Kinder aus den Fingern saugen? Dann probieren Sie sowas mal für Ihre Dienstleistung. Erst kurz, wie im Beispiel, oder länger, wenn Ihnen das mehr liegt. Testen Sie an, ob und bei wem die Geschichten gut ankommen und konkret weshalb. Und falls nicht, warum konkret nicht. Wer das konkrete Feedback sucht, kriegt Antworten. Manchmal mehr als einem lieb ist, doch daraus lässt sich am Meisten für künftige Geschichten ziehen.
Kinder sind übrigens die gnadenlosesten Reflektierer.

Professioneller Einstieg

Um es kurz zu machen: Sie brauchen ein Konzept.

  • Was soll die Geschichte leisten?
  • Wer soll die Geschichte lesen?
  • Auf welchen Kanälen (Zeitung, Zeitschrift, social media – welche konkret (!), etc.)?
  • Wie lang soll sie sein?
  • Worüber soll sie handeln?
  • Was ist der Kern der Geschichte?
  • Gibt es Protagonisten?
  • Soll es eine einzelne oder eine Art Serienroman werden?
  • Wollen Sie Ihre gesamte PR darum stricken? (Vergleich: alte Haribo-Werbung mit Thomas Gottschalk war Storytelling in Kürze mit Würze zur Imagebildung des Haribobären)
  • Wer schreibt die Geschichten? (PR-Agentur oder Sie selbst?)

Konzepte benötigt man pro Geschichte, soll sie länger ausfallen und erst Recht, soll sie so bekannt werden wie die Haribobär-Story. Oder auch, soll sie als Serie bei Snapchat gespielt werden.

Es kommt immer darauf an, was Sie mit Geschichten erreichen wollen:

  • großer oder kleiner Stil?
  • kurz mal eben des Öfteren ein Garn spinnen (s. o.), wenn es passt?
  • eine Unternehmensgeschichte entwickeln?

Nähkästchen-Plauderei

Kurz mal eben ein tatsächlich vorgefallenes Garn spinnen, mag ich zum Beispiel bei Erdhaftig besonders gern. Einsatzgebiet: Facebook. Reaktionen kommen zügig. Dönekes (norddeutsch für kurze Geschichten) flechte ich mündlich eh gern ein, in Workshops, bei Vorträgen, privat – meist spontan. Liegt nicht jedem. Kann nach hinten losgehen. Muss man gucken zu, ob es passt – Sie wissen schon: Lesergruppen, eigener Stil und so!

Autor:

Als Kommunikationsberaterin unterstütze ich Dienstleister bei ihrer individuellen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Beratungsfelder sind Positionierung, PR-Konzept, Pressearbeit, social media, Strategie und Systematisierung. Als Dipl.-Ing. und Fachjournalistin mit NaturSicht. schreibe ich für meine Auftraggeber so, dass Laien kausale Zusammenhänge rund um stadtgrün, Boden, Gewässer und Pflanzenökologie begreifen.