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10 Tipps, damit Workshops nicht zu Vorlesungen ausarten

Workshops sind Veranstaltungen, bei denen sich eher kleine Gruppen unter der Leitung eines Moderators mit begrenzter Zeitdauer intensiv gemeinsam mit einem Thema zu einem bestimmten Ziel auseinandersetzen. Der Haken bei vielen Workshops auf wissenschaftlichen Tagungen ist oft, dass die Moderatoren dozieren statt zu moderieren. Zugleich driften die Teilnehmer geistig ab.  Frage ich nach, höre ich oft Folgendes:

„Ich kenne die Teilnehmer nicht und weiß ja nicht, was die alles wissen. Da bereite ich doch lieber etwas vor und kenne die Ergebnisse schon im Voraus.“

1 Mini-Thema genügt
Hier gilt das Prinzip Weniger ist mehr. Bei Tagungen werden am Ende oft die Ergebnisse aller Workshops an sämtliche Teilnehmer bekannt gegeben. Sie sollen mit ihnen selbst weiter arbeiten können. Das gilt auch für alle anderen Workshops. Ein kleines Thema, dass Sie in der Zeit des Workshop auch wirklich erörtern und am Ende Resultate präsentieren können.

Verzichten Sie auf den wissenschaftlichen Duktus
Wenn Sie mit unterschiedlichen Multiplikatoren einen Workshop leiten, nutzen Sie eine allgemein verständliche Sprache und steigen Sie mit Beispielen aus dem Alltag der Teilnehmer ein.

Bereiten Sie Vorinformationen zum Mini-Thema vor
so einfach und umfassend wie möglich als Einstieg in die Workshop-Arbeit. Schaffen Sie eine gemeinsame Basis, damit alle über den gleichen Wissensstand verfügen.

Sprechen Sie klar und verständlich,
 um Ihren Teilnehmern das Thema näher zu bringen. Unter einem Horizont verstehen Laien zum Beispiel etwas völlig anderes als Bodenkundler. Führen Sie Ihre Teilnehmer nicht in die Irre. Im Zweifelsfall fragen Sie einen Laien und bitten ihn, Fragen zu stellen, wenn er etwas in Ihren Ausführungen nicht versteht. Und auch, Beispiele in eigenen Worten wiederzugeben.

Erstellen Sie sich ein klares Konzept mit Lernzielen
 Machen Sie sich vorher klar, wohin die Reise gehen soll und bereiten Sie geeignete Methoden vor. Als Moderator müssen Sie den Roten Faden stets im Auge behalten und zu Beginn klären, dass er existiert.

Sprechen Sie alle Lerntypen an
Gerade bei Workshops können kreative Mittel und Methoden gut eingebracht werden. Papier und Stift führen zu deutlich fruchtbareren Einfällen als eine Präsentation am Computer zu befüllen. Nutzen Sie Flipchart, Metaplan, Audio-Dateien, kleine Videos, farbige Stifte (ja, auch Flipchart-Stifte gibt es in anderen Farben als nur blau und schwarz), Wachsmalblöcke, … !

Zeigen Sie den Teilnehmern, dass Sie sie schätzen
Manche Dozenten stellen sich auf ein unsichtbares Podest und entfernen sich damit unbewusst von ihren Akteuren.  Hören Sie aktiv zu. Das bedeutet, dass Sie die Inhalte, die Ihre Teilnehmer einbringen, wahrnehmen und wertschätzen. Tun Sie das nicht, könnte Ihr Verhalten demotivierend auf Ihre Gruppe wirken.

Wer fragt, der führt
Lenken Sie Ihre Gruppe mit präzisen, konkreten Fragen in die gewünschte Richtung. Denken Sie an die Ziele des Workshops.

Sorgen Sie für ein Fazit
 Bei Tagungen müssen Sie eine Zusammenfassung erbringen. Wenn Sie für einzelne Workshops engagiert sind, ist es auch sinnvoll die Ergebnisse zusammenzustellen und zu dokumentieren. So bringen Sie den Workshop zu einem runden Abschluss.

Holen Sie sich ein Feedback
 Bitten Sie ganz am Schluss um ein Feedback, ob mit bestimmten Fragen gelenkt oder ein kurzes Statement können Sie selbst bestimmen. Es gibt viele Reflexionsmethoden. Auch Sie selbst können den Teilnehmern ein ehrliches Feedback geben. Auch hiermit schätzen Sie die Teilnehmer Wert und können für Ihre persönliche Weiterentwicklung meist auch etwas herausziehen.

Methoden für Workshops und Moderation gibt es wie Sand am Meer. Sie richtig zum Einsatz zu bringen ist die Kunst. Wichtig dafür ist der Zweck und das didaktische Konzept, auch die Zielgruppe spielt eine Rolle.

Autor:

Ich berate Dienstleister zu ihrer individuellen Unternehmenskommunikation und unterstütze sie dabei, das frisch Konzipierte und mit mir Erarbeitete selbst anwenden zu können. Denn gerade Dienstleister punkten mit ihrer persönlichen Art und Weise ihre Geschäfte anzugehen.