Erdhaftig – Silke Bicker | Kommunikation: Naturwissen & PR

Berg ist nicht gleich Berg

Nein, die Überschrift stimmt so nicht. Es kommt wirklich auf die Perspektive an, ob ein Berg ein Berg ist:

Hügel oder Berg?

GM_Schäfergrund_2004Ich habe an zwei verschiedenen Fachhochschulen studiert, die erste ist in Eberswalde. Die Stadt liegt in einem Urstromtal im Jungmoränengebiet. Die erste Erfahrung was dort als Berg gilt, machte ich zusammen mit einer Kommilitonin aus Freiburg. „Guckt euch mal den Berg hinter euch an“, forderte der Dozent uns auf. Wir guckten uns an und fragten gleichzeitig: „Berg? Wo isn hier ein Berg??“ Leicht gereizt zeigte er auf den knapp 100 m hohen Hügel hinter uns. „Der Kanonenberg ist direkt vor euren Nasen…“. Und ja, für ihn war das ein Berg und nicht nur, weil er im zweiten Wort auch so hieß.

Im Teutoburger Wald oder auch im Breisgau sind die Dimensionen zwischen Hügel und Berg deutlicher zu erkennen. Richtig „extrem“ sieht man es bei klarem Wetter im Alpenvorland mit südwärts gerichtetem Blick.

Das an sich pfannkuchenflache Ruhrgebiet weist seit einiger Zeit auch Berge durch aufgeschüttete Halden auf. In manchen Landschaftsparks kann man sie bequem erlaufen oder, je nach Perspektive, erklimmen. Andrea Behnke brachte mich über Ihr Bergsteiger-Erlebnis in der Halde Hoheward auf diesen Beitrag 😉

Silke Bicker

Autor: Silke Bicker

Ich schreibe und lehre für Organisationen, die mit unterschiedlichen Medien Wissen über Natur kommunizieren. Darüber hinaus berate ich Dienstleister zu ihrem individuellen PR-Konzept und unterstütze sie dabei, dieses selbst gut umsetzen zu können.

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